Die Päpstin

Vorstellung in Anwesenheit von Regisseur Sönke Wortmann

20. März 2010, 17.00 Uhr

Kurzinhalt: Im Jahr 814 nach Christi ist Johanna zu einem Leben als Frau verdammt. Ihr Lebensweg scheint vorbestimmt: arbeiten, Kinder kriegen und früh sterben. Doch Johanna lehnt sich auf, gegen den strengen Vater, gegen die Regeln der Kirche, für ihre Überzeugung und ihren Glauben. Denn sie spürt, dass ihre Bestimmung eine andere ist, dass Gott ihr einen anderen Weg weist. Doch der Preis dafür ist hoch.

In Dorstadt besucht Johanna die Domschule und begegnet Graf Gerold, einem Edelmann am Hofe des Bischofs. Aus ihrer Freundschaft wird Liebe. Als Gerold in den Krieg zieht, erinnert sich Johanna ihrer Bestimmung. Ihr Ziel aber kann sie als Frau nicht erreichen. Johanna trifft eine folgenreiche Entscheidung: Unter dem Namen Bruder Johannes tritt sie als Mann verkleidet ins Benediktinerkloster Fulda ein und lebt dort als heilkundiger und geachteter Arzt. Als ihre wahre Identität droht, aufgedeckt zu werden, flieht sie nach Rom. Dort trifft sie Gerold wieder und bemerkt, dass sie eines nicht länger verleugnen kann: ihre Liebe.

Immer weiter steigt Johanna in der kirchlichen Hierarchie auf, immer größer wird die Gefahr der Entdeckung und immer stärker spürt sie, dass sie sich entscheiden muss: Will sie ihr Herz Gott schenken oder einem Mann? Doch ihr bleibt keine Wahl. Als Papst Sergius stirbt, wird Johanna zu seinem Nachfolger gewählt. Ihre Gefühle für Gerold sind jedoch stärker als ihre Angst, durchschaut zu werden – Johannas Feinde aber warten nur auf eine Gelegenheit, um sie vom Thron zu stürzen ...

Die Päpstin. Deutschland 2009. Regie: Sönke Wortmann. Drehbuch: Heinrich Hadding und Sönke Wortmann (nach dem Roman von Donna Woolfolk Cross). Kamera: Tom Fährmann. Musik: Marcel Barsotti. Darsteller: Johanna Wokalek (Johanna), David Wenham (Gerold), John Goodman (Papst Sergius) u.a. Länge: 148 Min. FSK: ab 12 Jahren.

Zu Gast:

Sönke Wortmann, 1959 in Marl geboren, gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Kinoregisseuren. Seine Filme "Das Wunder von Bern" (2003) und "Deutschland. Ein Sommermärchen" (2006) wurden mit jeweils knapp vier Millionen Zuschauern zu Kino-Großereignissen und im ganzen Land zum Gesprächsthema. Bereits mit seinen ersten Kinoproduktionen "Allein unter Frauen" (1991) und "Kleine Haie" (1992) war Wortmann, Absolvent der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film und des Londoner Royal College of Art, einem breiten Publikum bekannt geworden. Den endgültigen Durchbruch verschaffte ihm dann der Riesenerfolg der Beziehungskomödie "Der bewegte Mann" mit Til Schweiger, Joachim Król und Katja Riemann, die 1994 über 6,5 Millionen Zuschauer ins Kino lockte.

Für seine Arbeit ist Wortmann mit zahlreichen Preisen geehrt worden, darunter der Förderpreis Deutscher Film 1991 für sein Kinodebüt "Allein unter Frauen", Deutsche Filmpreise für "Kleine Haie" und "Der bewegte Mann", Bayrische Filmpreise für "Der Campus" (1997) und "Das Wunder von Bern" sowie einen Adolf-Grimme-Preis für "Deutschland. Ein Sommermärchen". Mit seiner Firma Little Shark Entertainment ist Wortmann auch als Produzent von Kino- und Fernsehfilmen aktiv.

Wir freuen uns, Herrn Wortmann beim Kirchlichen Filmfestival begrüßen zu dürfen!

Heinz Franz Rohlik, seit 1978 Religionslehrer an der Christian- Schmidt-Schule Neckarsulm, seit 1990 Mitglied des Programmbeirats des Katholischen Filmwerks, zuständig für den Bereich Schule/Hochschule, Nebentätigkeit als Historiker, Spezialgebiet: Hussitentum, Spätmittelalter.

Wir freuen uns, Herrn Rohlik beim Kirchlichen Filmfestival begrüßen zu dürfen!

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