Junges Licht

Filmpreisverleihung in Anwesenheit von Adolf Winkelmann (Regisseur), Christiane Schaefer (Produzentin), Greta Sophie Schmidt (Schauspielerin), Tommy Finke (Filmkomponist) und Gregor Weber (Caster)

Kurzinhalt

12. März 2016, 20.00 Uhr

Die 60er-Jahre, ein Sommer im Ruhrgebiet. Der Krieg ist vorbei. Das Ruhrgebiet sorgt mit Kohle und Stahl für das Wirtschaftswunder und den Fortschritt der gesamten Republik. Die Gastarbeiter sind schon da und Tante-Emma-Läden noch rentabel; Rauchen gilt nicht als gesundheitsgefährdend und Currywurst als nahrhaft. Während die Männer unter Tage malochen, vertreiben sich die Jungen ihre Zeit mit Zigaretten, Bier und Obszönitäten. Doch der 12-jährige Julian ist anders. Er kümmert sich liebevoll um seine kleine Schwester, schmiert Brote für seinen Vater und dient sonntags in der Messe. Mit Neugier beobachtet er, was um ihn herum geschieht. Besonders angetan hat es ihm die frühreife Nachbarstochter Marusha, die jedoch nicht nur den Jungen fasziniert. Als sich die latente erotische Spannung an einem heißen Sommertag plötzlich entlädt, gerät das Leben von Julian und seiner Familie aus der Bahn. Daraufhin packt er seine Sachen, läuft von zu Hause weg und vertraut sich dem Pfarrer an. Aber kann man überhaupt die Sünden eines anderen beichten? [Quelle: Weltkino Filmverleih]


Vorstellung: 12. März 2016 (Samstag), 20.00 Uhr (Filmpreisverleihung)

Originaltitel: Junges Licht. Regie: Adolf Winkelmann. Drehbuch: Nils Beckmann, Till Beckmann & Adolf Winkelmann, nach dem gleichnamigen Roman von Ralf Rothmann. Kamera: David Slama. Schnitt: Rudi Heinen & Adolf Winkelmann. Musik: Tommy Finke. Darsteller: Oscar Brose (Julian Collien), Charly Hübner (Walter Collien, Vater), Lina Beckmann (Liesel Collien, Mutter), Peter Lohmeyer (Herr Gorny), Stephan Kampwirth (Herbert Lippek), Caroline Peters (Frau Morian), Greta Sophie Schmidt (Marusha), Nina Petri (Frau Gorny), Ludger Pistor (Pfarrer Stürwald u.a. Länge: 122 Min. FSK: ab 12 Jahren(beantragt). Kinostart: 12.05.2016 (DE). Verleih: Weltkino Filmverleih (DE).

Zu Gast:

© Adolf Winkelmann

Adolf Winkelmann, geboren 1946, Kunststudium in Kassel. Ende der 60er Jahre galt er als einer der Protagonisten des Europäischen Experimentalfilms. Für "Adolf Winkelmann Kassel 9.12.67", "31 Sprünge" und "Es spricht Ruth Schmidt" erhielt er 1968 in Mannheim den Josef-von-Sternberg-Preis und ein Jahr später für "Heinrich Viel" den Großen Preis von Oberhausen. Er vertrat den deutschen Experimental- und Dokumentarfilm unter anderem bei Festivals in Knokke, Rotterdam, New York, Paris.

1975 kehrt Winkelmann zurück ins Ruhrgebiet. Nach einer Reihe von Fernseharbeiten entstand 1978 sein erster Kinospielfilm "Die Abfahrer", kurz danach der Kultfilm "Jede Menge Kohle", gedreht in Cinemascope im Ruhrgebiet und Untertage. Große Popularität und Anerkennung erhielt sein Film "Contergan - Eine einzige Tablette", der u.a. 2008 als Bester Film mit dem Deutschen Fernsehpreis, der Goldenen Kamera und dem Bambi ausgezeichnet wurde. 2010 Uraufführung seiner dreiteiligen Filminstallation "Fliegende Bilder/Flying Pictures" für das Dortmunder U, Zentrum für Kunst und Kreativität in Dortmund.

Adolf Winkelmann ist Mitglied der European Filmacademy, der Deutschen Filmakademie und der Akademie der Darstellenden Künste. Er lebt in Dortmund.

© Christiane Schaefer

Christiane Schaefer, Redakteurin, Produzentin und Geschäftsführerin, ist aufgewachsen in Westberlin als Tochter des Schriftstellers und Fernsehkritikers Wolfgang Paul. Nach ihrem Studium der Publizistik und Germanistik an der Freien Universität Berlin war sie von 1973 bis 1984 als Redakteurin im Jugendprogramm FS beim WDR Köln tätig. 1979 und 1980 betreute Christiane Schaefer als WDR-Redakteurin die Kult-Filme DIE ABFAHRER und JEDE MENGE KOHLE von Adolf Winkelmann. Seit 1991 ist Christiane Schaefer als Geschäftsführerin und Produzentin der Winkelmann Filmproduktion verantwortlich für diverse Spielfilme: u.a. NORDKURVE, GEFÄHRLICHE SPIELE und DER LETZTE KURIER.

Wir freuen uns, Herrn Winkelmann und Frau Schaefer beim Kirchlichen Filmfestival begrüßen zu können!

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