Vaya con Dios

Vorstellung in Anwesenheit von Regisseur Zoltan Spirandelli

20. März 2010, 15.00 Uhr

Kurzinhalt: Seltsame Gestalten ziehen durchs Land. Drei Mönche - der asketische Benno (Michael Gwisdek), der stets hungrige Tassilo (Matthias Brenner) und der Jüngste, Arbo (Daniel Brühl), der noch nie eine leibhaftige Frau gesehen hat – mussten ihr Klosterleben in Brandenburg hinter sich lassen. In Italien sollen noch Brüder im Geiste leben, dort wollen sie Zuflucht finden. Ihre einzige Habe sind die Kutte am Leib, ein kostbares Buch mit ihrer Ordensregel und jede Menge Gottvertrauen. So gerüstet begegnen sie unserem modernen Leben, voller Sünde und Versuchung, aber auch voller Überraschungen und Herausforderungen. Für Arbo hält es die größten Abenteuer überhaupt bereit: den Weg in die Freiheit, die Begegnung mit einer wunderschönen jungen Frau (Chiara Schoras) und die erste Liebe.

Mit seinem preisgekrönten Kurzfilm "Der Hahn ist tot" (1988), der als Vorfilm gezeigt wird, animierte Regisseur und Autor Zoltan Spirandelli das Kinopublikum zum ausgelassenen Mitsingen des gleichnamigen Kanons. Auch sein erster großer Kinofilm "Vaya con dios" zielte direkt in die Herzen der Zuschauer. In Cinemascope gedreht und mit einer wahrhaft "göttlichen" Musik, die für die Mönche eine wesentliche Rolle spielt, taucht Spirandelli unsere moderne Welt in neues Licht.

Vaya con dios. Deutschland 2002. Regie: Zoltan Spirandelli. Drehbuch: Zoltan Spirandelli. Kamera: Dieter Deventer. Musik: Detlef Friedrich Petersen. Darsteller: Michael Gwisdek (Benno), Matthias Brenner (Tassilo), Daniel Brühl (Arbo), Chiara Schoras (Chiara) u.a. Produktion: d.i.e.film.gmbh. Länge: 106 Min. FSK: ab 6 Jahren.

Zu Gast: Zoltan Spirandelli

Zoltan Spirandelli, 1957 in Königstein im Taunus geboren, studierte zunächst Opernregie bei Götz Friedrich an der Musikhochschule in Hamburg und parallel dazu Film an der Hochschule für bildende Kunst. Schon mit einem seiner ersten Kurzfilme, „Lulu“ (1985), als Teil einer Opernaufführung konzipiert, suchte er die Verbindung zwischen dem Live-Erlebnis Theater und der Bilderwelt des Films. Dieser Weg führte 1988 zu seinem auch international vielfach preisgekrönten Kurzfilm-Ereignis "Der Hahn ist tot", in dem ihm das Kunststück gelang, das Kinopublikum zum fröhlichen Mitsingen des gleichnamigen Kanons zu verführen. Danach folgten Experimente zum Thema "Stummfilm mit Live-Erzähler": "Wie Erwin Stuntz den Sexfilm drehte" (Bundesfilmpreis 1993) und "Anekdote aus dem letzten preußischen Kriege" (1995). Musik spielt eine wichtige Rolle in Spirandellis Leben und in seinem künstlerischen Schaffen. So stand auch am Anfang von "Vaya con dios" die Idee, das Kinopublikum an einer Musik teilhaben zu lassen, deren Schönheit die Menschen schon seit Jahrhunderten bewegt.

Wir freuen uns, Herrn Spirandelli beim Kirchlichen Filmfestival begrüßen zu dürfen!

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