Wer weiß wohin? (2011)

Vorstellung in Zusammenarbeit mit der Christlich-Islamischen Arbeitsgemeinschaft Marl (CIAG Marl) / Abrahamsfest Marl. Zu Gast: Vertreterinnen der CIAG Marl

Kurzinhalt


18. März 2012, 20.00 Uhr

Ein abgelegenes Dorf irgendwo im Nahen Osten. Die einzige Verbindung zur Außenwelt bildet eine marode Brücke, die Zufahrt ist von Minenfeldern umgeben, der Fernsehempfang schlecht. Hier haben sich Moslems und Christen eine Oase des Friedens geschaffen, in der zwar über Nichtigkeiten gestritten wird, die Menschen aber ansonsten harmonisch zusammenleben - selbst Kirche und Moschee wurden nur einen Steinwurf voneinander entfernt erbaut. Doch dann eskalieren die Konflikte im Land, und auch im Dorf wachsen die Spannungen. Gewaltübergriffe wollen die Frauen jedoch mit aller Macht verhindern. Sie lassen sich die verrücktesten Dinge einfallen, um die Situation wieder zu entschärfen und die Männer auf andere Gedanken zu bringen: Plötzlich geschehen (falsche) Wunder. Ein Trupp ukrainischer Stripperinnen taucht unverhofft im Dorf auf. Und das Essen wird anstatt mit Zimt und Koriander mit Haschisch und Schlafmitteln gewürzt. Erst als ein Dorfjunge auf dem Weg zur nächsten Stadt ins Kreuzfeuer der verfeindeten Parteien gerät, droht das fragile Gleichgewicht doch noch zu kippen ... (Quelle: Presseheft)


Die herrliche Filmkomödie der libanesischen Regisseurin Nadine Labaki ("Caramel") wurde von den kirchlichen Filmbeauftragten der Schweiz als Film des Monats März 2012 empfohlen (Infoblatt als PDF-Datei).

Originaltitel: Et maintenant on va où?. Regie: Nadine Labaki. Drehbuch: Nadine Labaki, Jihad Hojeily & Rodney Al Haddad (avac la collaboration de Thomas Bidegain). Kamera: Christophe Offenstein. Schnitt: Véronique Lange. Szenenbild: Cynthia Zahar (Décors). Kostümbild: Caroline Labaki. Maskenbild: Claudine Choueiri (Chef maquilleuse), Christiane Walegren (Maquilleuse SFX), Nader Sidani (Chef coiffeur). Musik: Khaled Mouzanar (Musique originale), Tania Saleh (Paroles des chansons). Ton: Michel Casang (Chef opérateur son), Gwennolé Le Borgne (Monteur son), Dominique Gaborieau (Mixage). Visuelle Effekte: Joel Pinto (Superviseur effets visuels, Duran Duboi). Darsteller: Claude Baz Moussawbaa (Takla), Layla Hakim (Afaf), Nadine Labaki (Amale), Yvonne Maalouf (Yvonne), Antoinette Noufaily (Saydeh), Julien Farhat (Rabih), Ali Haidar (Roukoz), Kevin Abboud (Nassim), Petra Saghbini (Rita), Mostafa Al Sakka (Hammoudi), Sasseen Kawzally (Issam), Caroline Labaki (Aida) u.a. Länge: 102:24 Min. FSK: ab 12 Jahren. Kinostart: 22.03.2012 (DE). Verleih: Tobis Film (DE).

Web-Tipps

Die Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl (CIAG Marl) arbeitet seit 1984 ununterbrochen in 3 Richtungen: (1) Begegnungen zwischen den religiösen Gemeinden und ihren Mitgliedern, (2) Interkulturelles Lernen und Zusammenleben in den Schulen, (3) öffentlichkeitswirksame große Veranstaltungen, wie z.B. das jährliche Abrahamsfest mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen (seit 2001). Die CIAG Marl versteht sich als eine Art Bürgerinitiative für Respekt und gute Nachbarschaft zwischen Religionen und Kulturen. Die CIAG orientiert sich an den beiden maßgeblichen Selbstverpflichtungen des Rates der Stadt Marl: "Frieden in der Stadt" von Anfang der 1980er Jahre ("Friedensbewegung") und "Marl hat keinen Platz für Rassismus".

Zurück zur Filmübersicht oder Programmübersicht